Bentruper Mühle - Anno 1785

Schon lange fließt die Windwehe in ihrem alten Bett - wenn sie nur erzählen könnte...

Generationen von Menschen hat sie durch ihre Wasserkraft versorgt.
Auch heute treibt sie mit ihrem Wasser die Mühlentechnik an.
Müllermeisters Reinhard Kruse zeigt bei Führungen, wie das Abeiten eines Müllers damals war.
Bitte nach Terminabsprache – Tel: 0521 - 5 57 57 20

"Es klappert die Mühle am rauschendem Bach..."
(Was genau klappert?)

 

Bentruper Mühle, erbaut 1785


Anton Meyer zu Bentrup erbaute 1785 am Wasserlauf der 
Windwehe die Hofmühle. Es war der Beginn einer langen
erfolgreichen Entwicklung von der Hof- zur Handelsmühle.
Die Wasserkraft wurde vom Wasserlauf über die Stauanlage 
für den Mühlenteich abgezweigt. 
Das Staurecht aus dem Jahre 1850 und 60 ist auch heute noch
gültig. Alle 11 Höfe in  Brönninghausen  und viele kleine 
Besitzungen ließen in der Mühle ihr Getreide zu Mehl bzw. 
Viehfutter mahlen.
Da der Betrieb der Mühle stets vom Wasser abhängig war, 
prägt das Element Wasser bis heute das Bild des Hofes. Im Jahr 1897 schlossen Meyer zu Bentrup und Müllermeister 
Fritz Kruse aus Hohenhausen einen Mühlenpachtvertrag, 
der erst im Jahr 2005 gelöst wurde. In diesen 107 Jahren     
bewirtschafteten drei Generationen der Familie Kruse die 
Wassermühle: ab 1897 Fritz Kruse, dann 1938 Ernst Kruse 
und von 1977- 2005, Reinhard Kruse. Eine erneute Verlängerung 
des Pachtvertrages blieb aus, denn die vierte Generation hätte 
enorme Investitionen tätigen müssen, um den neuesten 
technischen Erfordernissen und hohen Qualitätsstandards zu 
entsprechen. Im Jahre 2005 wurde die Mehlproduktion und
Futtermittelherstellung aufgegeben. 1938 baute Hermann Meyer zu Bentrup die Wassermühle so
aus, wie sie heute noch zu sehen ist. Vier Stockwerke, die nötig
waren, um den neuesten, technischen und wirtschaftspolitischen
Stand gerecht zu werden.
Die Baubehörde wollte die Bauhöhe nicht genehmigen lassen.
(Störend in der freien  Landschaft). Der damalige
Reichsnährstand aber verlangte, dass eine Jahresproduktion
der Mühle auch im eigenem Silo gelagert werden muss.
Mit der Vergrößerung der Mühle wurde das schon marode
Wasserrad gegen eine moderne Turbine ausgetauscht, die
auch heute noch in Funktion ist. Bis zu den umfangreichen Umbaumaßnahmen im Jahre 1938 
wurde die Mühle durch ein oberschlächtiges Wasserrad 
angetrieben.Während bei dieser Art des Antriebes hauptsächlich 
das Gewicht des Wassers zur Wirkung kam, wurde dann 
nach dem Einbau einer Durchströmturbine die Strömungsenergie
zur Kraftgewinnung eingesetzt.
Da die Turbine aber deutlich tiefer eingebaut werden musste,
benötigte man einen tiefer gelegenen Kellerraum, 
von wo aus der Antrieb über einen Treibriemen auf die zentrale 
Transmission erfolgt. Sämtliche, noch in Betrieb befindlichen 
Maschinen, werden über zahlreiche Transmissionsriemen vom 
Turbinenkeller aus, bis in die oberen Stockwerke angetrieben. Weder stillgelegt, noch ausgeschlachtet: Liebevoll und mit 
viel Ehrgeiz wurden die Gebäude, sowie das große 
Gelände nach altem Vorbild restauriert.
Die Turbinenanlage ist voll funftionsfähig und bei Mühlen-
führungen durch den letzten Müller Reinhard Kruse kann 
man sich heute davon überzeugen.
Seit 2007 erfreuen sich jedes Jahr viele Besucher  aus Nah
und Fern an der erhaltenen Historie, dem romantischem
Ambiente und den vielen Veranstaltungen der Alten
Wassermühle zu Bentrup. lightbox photo gallery phpby VisualLightBox.com v6.0